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Startschuss Zukunft: Der perfekte Lebenslauf für Schüler und Schulabgänger (auch ohne Berufserfahrung!)

  • Autorenbild: Gunnar Doehring
    Gunnar Doehring
  • 17. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Lebenslauf für Ausbildung Studium

Du sitzt vor einem leeren weißen Blatt (oder einem blinkenden Cursor) und fragst dich: "Was soll ich hier eigentlich reinschreiben?"

Keine Panik. Das geht fast jedem so, der gerade die Schule verlässt. Du bewirbst dich für deine Traum-Ausbildung, ein Duales Studium oder die Uni, aber dein "Arbeitsleben" existiert bisher eigentlich noch gar nicht. Wie überzeugt man also Personaler oder Zulassungsstellen, wenn man noch kein CEO war?

Die gute Nachricht: Niemand erwartet von dir 10 Jahre Erfahrung. Aber sie erwarten Persönlichkeit, Potenzial und eine saubere Struktur. Hier ist dein Guide zum perfekten Schüler-Lebenslauf.

1. Die Grundregel: Der Aufbau

In Deutschland (und international sowieso...) hat sich der tabellarische, antichronologische Lebenslauf durchgesetzt.

Das bedeutet: Das Aktuellste steht ganz oben.

Dein Lebenslauf sollte idealerweise auf eine Seite passen, maximal zwei. Hier ist die klassische Gliederung:


A. Kopfzeile (Persönliche Daten)

Hier gehören rein:

  • Vollständiger Name

  • Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse (bitte seriös bleiben: vorname.nachname@... statt partykönig99@...)

  • Geburtsdatum und -ort

  • Foto: In Deutschland ist das kein Muss mehr, aber oft noch gern gesehen. Es macht die Bewerbung persönlicher.

    Mein Tipp: Investiere in ein professionelles Bild, keine Selfies!


B. Schulbildung (Der wichtigste Teil!)

Da du wenig Berufserfahrung hast, ist das dein Herzstück.

  • Liste deine Schulen auf (aktuellste zuerst).

  • Gib deinen voraussichtlichen Abschluss und den Notendurchschnitt an (wenn er gut ist).

  • Pro-Tipp: Nenne 2-3 Schwerpunkfächer oder Leistungskurse, wenn sie zur Stelle passen (z.B. Mathe/Physik für eine technische Ausbildung oder Engineering Studium).


C. Praktika und Nebenjobs

Hast du Zeitungen ausgetragen? Babysitting? Ein Schulpraktikum gemacht?

  • Schreibe nicht nur "Praktikum bei Firma X".

  • Nutze Stichpunkte oder auch gerne kurze Sätze für Tätigkeiten: "Kundenbetreuung", "Warenverräumung", "Recherche". Das zeigt, dass du Verantwortung übernehmen kannst.


D. Kenntnisse & Fähigkeiten

  • Sprachen: Deutsch (Muttersprache), Englisch (Niveau angeben, z.B. B2 oder "gut in Wort und Schrift").

  • IT: Word, PowerPoint, Excel? Social Media Skills (wenn relevant für den Job)?

  • Führerschein: Kannst du angeben, musst du aber nicht. Ist aber oft wichtig für viele Ausbildungen.


E. Interessen & Engagement (Der "Character-Booster")

Hier punktest du mit deiner Persönlichkeit.

  • "Lesen und Freunde treffen" ist langweilig.

  • Besser: Mannschaftssport (zeigt Teamgeist), Ehrenamt/Schülersprecher (zeigt Engagement), Programmieren (zeigt Lernwille).

2. Worauf achten Unis, Betriebe und Duale Hochschulen?

Je nachdem, wo du dich bewirbst, musst du den Fokus leicht verschieben:

Ziel

Worauf liegt der Fokus?

Strategie für den Lebenslauf

Ausbildung

Zuverlässigkeit, praktische Veranlagung, Motivation.

Hebe Praktika und Nebenjobs hervor. Pünktlichkeit und Fehlzeiten im Zeugnis werden geprüft! Erwähne handwerkliche Hobbys oder PC-Kenntnisse.

Duales Studium

Belastbarkeit, Ehrgeiz, Zeitmanagement.

Du brauchst den Mix: Gute Schulnoten (wie für die Uni) UND praktische Erfahrung (Praktika). Zeige, dass du Stress aushalten kannst (z.B. durch Leistungssport oder Ehrenamt).

Universität

Akademisches Potenzial, Interesse am Fach.

Hier zählt meistens nur die Note (NC). Aber bei Auswahlgesprächen oder privaten Unis: Zeige intellektuelle Neugier. Relevante LKs oder Facharbeiten erwähnen! Oft gibt es ein Punktesystem, bei dem du Zusatzpunkte sammeln kannst, indem du außerschulische Leistungen aufzeigst, wie bspw. ehrenamtliches Engagement als Übungsleiter im Sportverein. Damit sind dein Engagement und deine Motivation auch wichtig.

3. Das Layout: Modern vs. Klassisch

Das Auge isst (bzw. liest) mit. Ein Personaler schaut im Schnitt nur 20 Sekunden auf deinen Lebenslauf.

  • Design: Halte es schlicht ("Clean"). Zwei Spalten sind modern (links Kontaktdaten/Foto, rechts der Inhalt), aber eine klassische Spalte geht auch.

  • Schriftart: Keine Schnörkel. Nutze eine serifenlose Schriftart (Font), Roboto, Open Sans oder Helvetica. Schriftgröße 10-12 pt. Kostenlose und sehr schöne Schriftarten findest du bspw. bei Google Fonts.

  • Farbe: Schwarz/Weiß ist Standard. Eine Akzentfarbe (z.B. Dunkelblau für Überschriften) wirkt professionell. Bunt ist tabu.

  • Format: Immer, wirklich immer als PDF speichern und verschicken. Word-Dokumente "verschieben" sich oft auf anderen Computern.

Wichtig: Am Ende des Lebenslaufs gehören Ort, Datum und deine Unterschrift (digital eingefügt oder gescannt). Das bestätigt die Richtigkeit deiner Angaben.

4. Die häufigsten Fehler (und wie du sie vermeidest)

  1. Die Lücke: Du hast nach der Schule 3 Monate nichts gemacht? Schreib "Orientierungsphase" oder "Reisen". Einfach weglassen fällt auf.

  2. Rechtschreibfehler: Der absolute Killer. Lass deine Eltern oder Freunde Korrektur lesen. Vier Augen sehen mehr als zwei.

  3. Unwahre Angaben: Lügen haben kurze Beine. Wenn du "Spanisch fließend" schreibst, aber nur "Hola" sagen kannst, fliegt das im Gespräch auf.

  4. Standard-Hobbys: Wenn du keine spannenden Hobbys hast, lass den Punkt lieber weg, als "Musik hören" zu schreiben. "Party machen" und "Am Wochenende chillen" zu schreiben, ist auch keine gute Idee ;)

  5. Sei ehrlich und zeige ein ehrliches Bild von dir. Wenn du im Anschreiben deine Kommunikationsstärke erwähnst (weil dein Vater oder irgendein alter Ratgeber meinte, dass musst du so schreiben...), dann im Vorstellungsgespräch aber kaum einen Ton herausbringst, bringt dir das gar nix.

Fazit: Deine Persönlichkeit ist dein Ass im Ärmel

Lass dich nicht entmutigen, wenn dein Lebenslauf noch "leer" aussieht. Jeder fängt mal an. Unternehmen suchen bei Schulabgängern keine perfekten Mitarbeiter, sondern motivierte Menschen, die Lust haben zu lernen.

Gestalte deinen Lebenslauf sauber, sei ehrlich und zeig, wer du bist. Dann klappt es auch mit dem Startschuss in deine Zukunft!

Für mehr Tipps oder konkrete Hilfe bei der Erstellung schreibe mir sehr gerne.

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